Link's Awakening - Screenshot Schwert gefunden
Link's Awakening - Screenshot Schwert gefunden

Zelda: Link’s Awakening für Nintendo Switch – Game Review

Am 20.09.2019 ist das Remake des Game Boy – Klassikers “The Legend of Zelda: Link’s Awakening” für die Nintendo Switch erschienen. Ein Game-Review des neuen Zelda-Games ist da natürlich absolute Pflicht für mich.

Allgemeines

Link’s Awakening erschien 1993 für den Game Boy und 1998 als Link’s Awakening DX in Farbe für den Game Boy Color. Es war das erste Zelda-Spiel für eine Handheld-Konsole und nach den beiden NES-Titeln und “A Link to the Past” das vierte Game der Reihe.

Neben der wirklich guten Umsetzung für den Game Boy bestach das Original vor allem mit einer ganz besonderen Atmosphäre im Spiel. Die Story ist auf den ersten Blick nichts besonderes, doch den Game-Designern bei Nintendo gelang es mit der teils skurrilen Erzählweise dem Spiel einen besonderen Charme zu verleihen, den es für viele Retro-Gamer bis heute nicht verloren hat.

Da hat die Nachricht bei der heurigen E3-Messe, dass es ein Remake von Link’s Awakening geben wird, die Herzen der Zelda-Fans höher schlagen lassen. Darunter auch ich, weshalb es mir eine große Freude war, das Spiel näher unter die Lupe zu nehmen.

Story (spoilerfrei)

Link erleidet Schiffbruch und wird auf der Insel Cocolint angespült. Die einzige Möglichkeit für ihn die Insel wieder zu verlassen ist, den Windfisch zu wecken. Dieser schläft in einem Ei, welches auf der Spitze eines Berges ruht. Um den Windfisch zu wecken muss Link acht Instrumente zusammentragen und ihm damit ein Lied vorzuspielen: Die Ballade vom Windfisch. Dieses Ziel kann Link nur erreichen indem er in gewohnter Zelda-Manier Dungeons löst und Monster bekämpft.

Die Geschichte, deren Erzählweise und die darin enthaltenen Charaktere sind teilweise schrullig und skurril. Zum Beispiel entschließt sich Marin, eine Inselbewohnerin, Link zu begleiten und er hebt sie hoch, als hätte er ein Item gefunden (siehe Bild). Außerdem tauchen gegner aus den Super Mario – Spielen auf, wie Goombas und Piranha-Pflanzen. Gerade diese kleinen Außergewöhnlichkeiten machen Link’s Awakening zu etwas Besonderem.

Link's Awakening - Screenshot Marin kommt mit
Screenshot – Marin kommt mit!

Gameplay

Wie es in den bisherigen Präsentationen, z.B. im letzten Nintendo Direct, bereits den Anschein hatte, ist das Gameplay unverändert zum Original aus den 90er Jahren. Man bewegt sich als Link aus Vogelperspektiven-Sicht auf der Insel und durch die Dungeons. Dazwischen gibt es kurze Side-Scroller-Sequenzen, die z.B. zwei Räume eines Dungeon miteinander verbinden.

Links Awakening - Screenshot Side-Scroller
Links Awakening – Screenshot Side-Scroller

Verändert, und somit im Vergleich zum Game Boy – Spiel verbessert, wurde die Karte und das Teleportieren. Man hat nun die Möglichkeit in die Karte hinein zu zoomen und Markierungen auf der Karte zu hinterlegen. Die Möglichkeit sich beim Schnellreisen eine Teleportationsziel aussuchen zu können, und das ab einem bestimmten Spielfortschritt auch noch jederzeit im Spiel, ist ein zeitgemäßes Feature, welches die Spielbarkeit des Games verbessert.

Links Awakening - Screenshot Teleportieren
Links Awakening – Screenshot Teleportieren

Wie im Original gibt es auch in der Neuauflage Mini-Games, wie Angeln oder das Kran-Spiel in der Spielhalle.

Links Awakening - Screenshot Kranspiel
Links Awakening – Screenshot Kranspiel

Zu Zeiten des Game Boy Color war gerade der Drucker für den Handheld aktuell, weshalb es in der DX-Version des Games einen Fotografen gab, der Schnappschüsse von Link bei seinen Abenteuern machte, die dann ausgedruckt werden konnte. Dieser wurde ersetzt durch Boris, in dessen Hütte man nun die Möglichkeit bekommt eigene Dungeons zu kreieren.

Links Awakening - Screenshot Boris
Links Awakening – Screenshot Boris
Link's Awakening - Screenshot Dungeon Bauen
Link’s Awakening – Screenshot Dungeon Bauen

Für diesen Zweck stehen einem die Räume der bisher bezwungenen Dungeons zur Verfügung. Die selbst gebauten Herausforderungen können gespielt und auf Amiibos hoch und auch wieder heruntergladen werden.

Der Schwierigekeitsgrad des Games ist einfach. Das ist der Originaltreue des Remakes geschuldet. Für jene die eine besondere Herausforderung suchen, gibt es einen schwierigeren Helden-Modus.

Grafik und Design

Optisch macht die neue Version von Link’s Awakening wirklich was her. Das 2D-Gameplay mag unspektakulär erscheinen, doch der knuffige Artstyle macht das Spiel auch heute zu etwas Besonderem. Man fühlt sich in eine Welt aus glänzendem Plastik-Spielzeug versetzt und dieser Eindruck wird durch die Animationen und Soundeffekte noch unterstützt.

Links Awakening - Screenshot Gameplay
Links Awakening – Screenshot Gameplay

Was den Soundtrack betrifft handelt es sich um eine durchaus gelungene Neuinterpretation des Originals.

Steuerung und Technik

So toll das Original-Game in den 90ern auch war, der Game Boy hatte nur zwei Buttons und Link hat in diesem Spiele wesentlich mehr als zwei Items zur Verfügung. Das hieß am Game Boy immer und immer wieder Items wechseln.

Buttons hat so ein Switch-Controller heutzutage definitiv mehr als nur zwei und somit konnte auch die Steuerung auf ein modernes Niveau gehoben werden. So haben Schild, Schwert und Pegasus-Stiefel fixe Buttons zugeordnet bekommen. Kraftarmband und Schwimmflossen werden automatisch angewendet, sobald man sie gefunden hat. Alle anderen Items können auf X und Y gelegt werden, was das spielen komfortabler macht.

Links Awakening - Screenshot Items Menü
Links Awakening – Screenshot Items Menü

Im Internet wurde über Probleme bei der Bildwiederholungsrate berichtet, welche sich durch gelegentliches Ruckeln bemerkbar machen sollen. Ich persönlich konnte das Problem in ca. 20 Stunden Spielzeit nur zweimal beobachten.

Was zwar kein wirkliches Problem aber dennoch unverständlich ist, ist die Tatsachen, dass die Richtungssteuerung ausschließlich über den Joystick funktioniert und gleichzeitig das D-Pad während der meisten Zeit im Spiel komplett ungenutzt bleibt. Ich glaube es hätte nicht viel Mühe gemacht die Steuerung mit Joystick UND D-Pad zu ermöglichen um das Spielen an der einen oder anderen Stelle zu erleichtern. Oder einfach nur um so manchem Retro-Gamer eine Freude zu machen.

Preis/Leistung

Das Game wird im Nintendo Shop als Download um 59,99 angeboten. Für ca. 20 Stunden Retro-Spielspaß ist das zwar heftig, aber leider nicht außergewöhnlich, denn Nintendo macht nun mal keine Budget-Games.

Bewertung

GameplayBewertung - 5 Pixelgelungener Transport ins 21ste Jahrhundert
StoryBewertung - 5 Pixel1:1 das Original
Grafik & DesignBewertung - 5 Pixelgelungener Spielzeug-Style
Steuerung & TechnikBewertung - 4 Pixelgeringe Framerate-Probleme
Preis/LeistungBewertung - 4 Pixelzu kurz für den Preis
GesamtBewertung - 5 Pixel5 von 5 Pixels

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